Die Bewegungstherapie ist ein an den Heilungsprozess angepasster dynamischer Vorgang.
Therapieziel ist die Wiederherstellung der normalen Alltagsbelastbarkeit und Funktion des Bewegungsapparates.
Therapieinhalte sind:
- die Beweglichkeitsverbesserung der Weichteile (Muskeln-, Sehnen- und Bandapparat)
- die Wiederherstellung von Muskeldysbalancen (Ungleichgewicht zwischen Streck- und Beugemuskel)
- die Kraft- und Ausdauerverbesserung
- das Optimieren und Koordinieren von Bewegungsabläufen ( mit Hilfe von Sensomotorischem Training, wie z.B. PNF oder anderen Hilfsmitteln wie z. B. das Posteromed©)
- die Schmerzlinderung (schmerzfreie Bewegung bremst Schmerzweiterleitung in den Nerven)
- die Schulung im Umgang mit Hilfsmitteln (Orthese und Prothese)
Je nach Verletzung findet eine Steigerung des Trainingsumfangs in bis zu fünf Aufbauphasen statt.
Im Anfangsstadium einer Therapie oder Rehabilitation wird durch eine entsprechende Lagerung eine frühzeitige Eigenbewegung ermöglicht.
Im weiteren Bewegungstherapieverlauf wird die Mobilität und Stabilität des Körpers verbessert.
Die Ansprüche an die motorischen Grundeigenschaften werden so ständig erhöht.
Um den Prozess der Bewegung sinnvoll und effektiv koordinieren zu können, braucht unser Hirn keine Information über einzelne Muskelbewegungen, sondern muss lernen, eine Vielzahl von Muskelanspannungen, die sogenannte komplexen Bewegungsmuster, zu kontrollieren.
Dieses Zusammenspiel von Nervenzellen, Muskeln und Gelenken ist die Grundlage für einen strapazierfähigen Bewegungsapparat, der die Voraussetzung für stabiles und schmerzfreies Bewegen ist.